Jo, ein Sprint in der Leichtathletik ist zwar spannend – aber irgendwie auch immer ziemlich schnell rum – und so schnell die 100m eines Usain Bolt rum sind – so schnell war auch das kurze „stell-dich-ein“ unseres neuen namibischen Supersprinters beim ATC vorbei. Dantago wollte Farmen lernen, falls das mit der Karriere im Sport nichts werden sollte. 20 Stunden da, wurde ihm aber von der namibischen Legende und seinem persönlichen Förderer Frank „Frankie“ Fredericks schnell klar gemacht, dass – kommt das Training zu kurz – seine Chancen schnell sinken im April für Namibia die Commonwealth Games in Indien zu laufen. Der erst 19jährige ließ sich das nicht zwei Mal sagen und hofft nun eine andere Ausbildung in der Stadt machen zu können. Auch sein Agent war gegen die 25km Entfernung und nun fokussiert sich Dantago also wieder auf das schnelle Leben eines Supersprinters. Schließlich läuft er jetzt schon schneller als die meisten deutschen Läufer und die Spiele 2012 sind fest im Visier. Dann spätestens gibt es hoffentlich ein Wiedersehen – und das ATCK kann sagen: Zumindest über Nacht hatten wir einen Olympiasieger als Student – und einmal hat auch er bei uns Papp gegessen.
ALTES NAM SPRICHWORT VOL.3/2010: „Ey – Du schuldest mir noch schtief käsch, alta“ Ja, der neue Kurs ist da und da sind einige interessante Leute drunter. Es beginnt natürlich alles etwas zögerlich, die kennen lern Phase wird noch was laufen, aber irgendwie wird das schon witzig werden. Kommende Woche steht ja allen eine Herausforderung bevor – denn nächsten Sonntag solls heißen „Kölsch op Afrikanisch Vol.2“. Ich habe dem neuen Kurs bisher schon mal frühe Morgende zu verdanken. Um um zehn vor sechs die Schweizer Kuhglocke läuten zu könne – und um quasi Alm-Öhi zu spielen, stehe ich nun alle 2 Tage in Abwechslung bereits 5.20h auf! Das erfordert Härte – und ohne Zaubertrank aus dem Kühlregal haben meine Abwehrkräfte auch schon abgedankt. Dieses Wochenende verbrachte ich viel im Bett und vorm Fernseher, Eine Grippe hat mich erwischt. Gerade gings nochauf Gepardenjagd. Auf Krumhuk treiben sich derzeit Gerüchten zu Folge viele dieser schnellen Sorte herum. Und haetten wir hier heute welche gesehen – die Überschrift dieser Woche haette gleich einen doppelten Sinn bekommen. Naechstes Mal! Martin!
Tach, nunja – aufs shukushan folgte in dieser Woche ein bisschen Babalas-Stimmung. Babalas ist das afrikaanse Wort für „Kater“. Fing schon damit an, dass ich am vergangenen Sonntagabend mit James unserem treuen Land Rover im regnerischen Urwald der Farm stecken geblieben bin. Nach verzweifelten Befreiungsversuchen, mussten wir das Auto dann über Nacht in der Wildnis stehen lassen und nach Hause laufen. Habe aber viel daraus gelernt und bin jetzt gewappnet für den namibischen Norden! Babalas Stimmung war das diese Woche aber auch deshalb, weil ich irgendwie selten sau gute Laune hatte – was in diesem Land bisher eigentlich selten der Fall war. Irgendwie viel Arbeit, oft müde gereizt gewesen.
Gerade trudeln hier die neuen Studenten ein. Wie viele tatsächlich heute kommen ist immer die Frage, aber wir sind ganz zuversichtlich und ich freue mich auf sie. Dann habe ich auch die Hoffnung das meine Babalas-Stimmung wieder in namibischen Frohsinn umschlägt. Schließlich ist bald Karneval – und ich habe 24 neue Kandidaten, denen ich Kölsch näher bringen muss.
KULINARISCHES HIGHLIGHT: Oshikandela – nicht mehr als ein Trinkjoghurt, aber auch nicht weniger. Und deshalb unablässig. Oshikandela gehört zu den Kult-Lebensmitteln in Namibia, geht von der Konsistenz eher Richtung Joghurt als in Richtung „trink“. Aber das macht den Geschmack so genial. In verschiedensten Geschmacksrichtungen erhältlich. Meine Favoriten: Sweet, Banana und Guave!
Das erste Mittel meine Laune zu verbessern war eine Farmrundfahrt gestern. Mit insgesamt bestimmt 100 Zebras, 50 Oryx und sonstigen wilden Tieren in einer grünen Landschaft, bei der man echt das heulen kriegen kann. So schön ist das!
Tsssss, macht eine Schlange – mit der ich glücklicherweise diese Woche aufs Neue zusammen gestoßen bin. Ralph (einer der Farmer) hatte eine grüne und sau-giftige Baumschlange im Garten, Matthias, der ehemalige Buschmann hat sie dann mit einem Stein (!) erschlagen und zusammen haben sie sie runter zum ATC gebracht. Dort hab ich dann von Matthias viel über Schlangen gelernt und habe es mir natürlich auch nicht entgehen lassen, dieses 1,50m lange Teil selber anzufassen. Ein komisches Gefühl, vor allem weil – obwohl der Kopf „matsche“ war, sie sich noch um den Arm geschwungen hat und versucht hat zu „entkommen“. Beweisfoto gefaellig? Der Rest der Woche stand im Zeichen eines einzigen Wortes: Shukusha. Bei Peter Fox würde es „Schüttel den Speck“ heißen, im Englischsprachigen Raum ist „shake it“ gängig und in Namibia heißt es jetzt halt Shukusha – und jedes Mal wenn Dir einer sagt „Shukusha“, na ja, dann musst Du halt „shukushan“. Ganz Namibia shukushat also grade auf Gazzas Klänge. Probiert das doch auch mal aus – es macht auf jeden fall Spaß. Seht selbst
DAS FIESESTE TIER DER WOCHE: ist diesmal ein Hund. Sozusagen der NachbarHund, der mich Samstagvormittag dort hin gebissen hat, wo Achilles einst vom Pfeil getroffen wurde. Der Samstag war sowieso ein ereignisreicher Tag. Denn neben dem das ich gebissen wurde, hatte ich auch noch einen Skorpion in der Dusche und ich war beim Länderspiel der namibischen Rugby-Nationalmannschaft gegen den Vodka Trupp aus Russland. Das die einiges Intus gehabt haben müssen wurde deutlich und da hatten dann unsere Jungs keine Chancen. Ist ja auch unfair und somit ist die 14:30 Niederlage dann auch entschuldbar.
Ongeipi, die Woche begann mit einem Schuss. Ne’ Hexe erwischte mich und ließ mich einen Tag wissen, wie das im Alter so sein wird. Kam mir mit diesen Rückenschmerzen wirklich vor wie ein alter Sack! Über Nacht gings aber schon wieder besser – jetzt schmerzt mein linker großer Zeh – weil ich ihn mir gegen ein Regal gehauen habe – mit dem Problemchen hab ich also was mit Franck Ribery gemein. Im Bild der Woche der nachträgliche Beweis das ich vor einigen Wochen trotz ordentlicher Matte bereits bis zum „Gipfelkreuz“ unseres Hausbergs geklettert bin! ALTES NAM-SPRICHWORT VOL. 02/2010: Jerre, passop ou tatsch meine tschik noch einmal und ich klapp Dich muhrr tu!
Den Rest der Woche wieder gearbeitet und das wo um mich herum alles grün ist. Sozusagen perfekt getimt zum 30sten der Grünen. Muah… (gut, nicht sooo witzig) außerdem gibt’s in Namibia keine grüne Partei… Dafür aber - und das ist wirklich so – sehr viel grüne Landschaft, Resultat von vielen Wolken und wenig Sonne in der letzten Woche. Besondere Vorkommnisse gab es ansonsten nicht und deshalb verschwende ich keine Zeit mit Bla, Bla, Bla Aweeetata, Euer Martin
Aweeta, Bye Bye Ferien. Seit dieser Woche bin ich wieder im Dienst. Alles fängt locker an, nur Büroarbeit, aber ab morgen läuft der Schulbetrieb wieder. Sowieso herrscht hier wieder weitgehend „Normalbetrieb“. Gleich 3 liebe Menschen mussten wir wieder in Daisys frostige Hände geben. Rike, Georg und Hannah frieren jetzt wieder und wir vermissen sie hier in der Wärme. Ich habe in dieser Woche neue Dinge gesehen. Zum Beispiel Windhoek von Oben. Ein (verbotener) Aussichtspunk ist die Entdeckung der Woche und gehört ab sofort zum Pflichtprogramm aller derjenigen, die uns mal besuchen möchten. Über Windhoek ein Tafel Lager zischen – da geht wenig drüber.
Weil alle in Deutschland übers Wetter reden, möchte ich das auch noch mal vertiefen. Bei uns hats geregnet, schon die vorletzte Woche und so fängt hier alles an zu grünen. Das ist wirklich ein Ereignis und verblüffend wie schnell sich die Landschaft hier verändert! Ich hoffe, dass noch mehr kommt, denn von dem Regen, so viel steht fest, werden wir hier lange zehren müssen. Apropos Wasser und damit das nächste Bild der Woche, bitte!
Frohes Neues, 2009 ist Vergangenheit und die letzten Tage im Jahr habe ich an der Küste verbracht. Doch die Reise dahin, begann in Windhoek am 28. mit einer spontanen Aktion! Rike, Clara, Christiane und ich entschlossen uns mit dem Zug zu fahren. Das klingt jetzt nicht erstaunlich, aber es handelt sich hierbei um einen afrikanischen Zug, dessen Fahrtzeit eineinhalb Mal so lang ist wie mit dem Auto. So stiegen wir also in die „Starline“ ein, die ihren Namen sicher nicht wegen dem Luxus an Bord bekommen hat. Manche sagen auch „DesertExpress“ dazu, doch angesichts des konstanten Tempolimits bei 30 km/h, ist es auch was übertrieben den Tuff Tuff jetzt Express zu nennen. Vom Start weg wurde uns erst mal ein Horrorfilm vorgespielt. Das hat mich schon bisschen geschockt, schließlich waren an Bord auch viele Kleinkinder. Nach 2einhalb Stunden dann eine Panne und 1einhalb Stunden Verzögerung. Doch nach 10einhalb Stunden Fahrt durch die helle namibische Nacht in der Steppe kamen wir am überschaubaren „Bahnhof“ in Swakopmund an und die kühle Meeresluft fühlte sich verdammt gut an. In dieser überaus Deutsch-Geprägten Stadt ist Nebel am Morgen normal, gegen 11 klart es dann auf und so relaxten wir am ersten Tag am Strand und auf den Dünen. Ach, Meer ist schon schön, wenngleich ich nicht drin war (17°C – ich bin ja nicht beklopp)… Aber ich habe Delfine springen sehen und so crazy kleine Fische, die bestimmt zwei Meter hoch gesprungen sind!
ALTES NAM-SPRICHWORT VOL. 01/10: Bin grad diep-in-die-kak!
Den Jahreswechsel am Strand zu feiern hat jetzt ja schon quasi Tradition für mich und da kann man sich wirklich dran gewöhnen! Ist nicht schlecht, erst beim Sundowner mit einem Bierchen am Strand, dann in der BeachBar (so was wie ne` OpenAir Disco) auf die „Tanzfläche“ und um Null zum Feuer! Feuerwerk wie in Deutschland is nich, aber brauchts auch nicht. Die Tage in Swakopmund waren ein Mix aus Relaxen und Party und weil beides in der Regel hier bisschen kurz kommt, war das echt mal wieder cool und ich kann sagen: Zwanzig Zehn hat mit ein zwei Ausnahmen gut angefangen. Ich habe sogar meine erste Schlange gesehen. Am ersten gings nämlich noch zu Caro und ihren Freund auf die Farm und unter einem Felsen hockte eine Horn-Viper, die dann auch versucht hat an meinem Bruder hochzuspringen. Aber die Schutzengel signalisierten sofort, dass sie auch in 2010 auf uns aufpassen werden. Mit einer Quadfahrt gings weiter und am 2. feierten wir erst Ferdinands und dann Rikes Geburtstag. Letztere muss uns heute leider wieder verlassen! War herrlich mit Dir, wir vermissen Dich jetzt schon!!! Willkommen und Abschied setzt sich also auch im neuen Jahr fort! Ein erstes Adieu, Euer Martin
Ho, ho, ho, Weihnachtszeit, Familienzeit! Und so verbrachte ich die vergangene Woche überraschender Weise im Kreise meiner lieben. Die Tage waren eine Abwechslung aus Entspannen, Schwimmen, Schlafen, Essen, Trinken, Entspannen usw. Zum Beine hoch legen und Familienplausch halten. Aber 9 Leute im Haus plus 5 Hunde bedeutet gleichzeitig auch Lärm. Insofern füge ich zur Abwechslung auch die Wörter Stress und Unruhe hinzu! Unter unserem – schon wieder den korrekten Namen des Busches vergessen, egal: Unter unserem Baum standen wir dann wieder einmal so, wie das früher gute alte Tradition war. Und dann hatten wir auch noch so was wie „weiße Weihnachten“ in Deutschland. Es tröpfelte. Nicht viel, aber immerhin! Die Besucher hatten dann das deutsche Weihnachtsfeeling und alle Namibier dankten dem Christkind dafür wahrscheinlich besonders. Ab Dienstag ist es dann vorerst vorbei mit Entspannen: Im afrikanischen Kleinbus geht es nach Swakopmund zum feiern ins neue Jahr!!! Wie das dort läuft, obs da statt Zebras mal Delphine zu sehen gibt – erfahrt ihr aus erster Quelle. Der „SwakopReport“ folgt in exakt 7 Tagen! Kommt gut ins WM Jahr, Euer Martin